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Ev. Kirchenkreis Siegen - Nachrichten

Familienbildungsstätte des Kirchenkreises Siegen feiert 10jähriges
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03.07.2003 16:01
„Es war 1993 eine gute und vorrausschauende Entscheidung des Kirchenkreises Siegen, die seit Jahren praktizierte Familienbildung im Rahmen der ev. Erwachsenenbildung durch die Errichtung einer Familienbildungsstätte zu erweitern und verstärkt zu fördern.“ So steht es im Programm zum zehnten Geburtstag der ev. Familienbildungsstätte in der Friedrich-Wilhelm-Straße 39, Siegen. Zuviel des Eigenlobes im Geburtstagstaumel? Sicher nicht. Die blanken Zahlen geben den Verantwortlichen ebenso Recht, wie die vielen glücklichen Besucher und die einmalige Atmosphäre des Hauses. So besuchen wöchentlich rund 350 kleine und große Gäste die Familienbildungsstätte direkt. Weitere rund 400 besuchen Kurse und Angebote außerhalb der Bildungsstätte. Im Jahr 2002 konnten so 3150 Stunden (Bildungs-)Programm geboten werden – ca. 8,6 Stunden am Tag. Doch auch inhaltlich erfüllen die Mitarbeiter den Anspruch, der oben formuliert ist. Daher waren es vor allem die 30 Honorarkräfte der ev. Familienbildungsstätte, die zum Empfang eingeladen wurden. Zum Auftakt der Festwoche kamen sie am Montagmorgen in die Familienbildungsstätte.Stellvertretend für die vielen Bereiche und Angebote der Familienbildungsstätte hatte Henning Klaus eine Präsentation über vier Angebote vorbereitet und gab so auch einen Einblick in die vielen Angebote der Familienbildungsstätte. PEKIP, das Prager Eltern-Kind Programm, wird immer stärker abgefragt. Sechs bis acht Babys im Alter von fünf Wochen bis zwölf Monate können sich 90 Minuten lang nackt im Raum bewegen. Sie sind dann zufriedener und machen spontanere Bewegungen. Zurzeit werden acht Gruppen angeboten. Vor allem die ausgebildete PEKIP-Leiterin Karin Frerichs-Schneider ist hier tätig. PEKIP unterstützt außerdem den Sozialkontakt der Babys und die Eltern haben einen Raum, um sich auszutauschen. Dem schließen sich dann die Eltern-Kind-Gruppen an. Vormittags bekommen die Kinder mit ihren Eltern hier ein buntes Angebot: Kreatives, Mitmachlieder, gezielte Förderung der Motorik des Kindes oder das obligatorische gemeinsame Frühstück sind nur einige der Möglichkeiten in der Gruppe. Doch keiner wird überfordert. Das Kind entscheidet selbst, ob es spielen will oder das Kreativangebot nutzt.Außer Haus wird gerne das Babyschwimmen genutzt. Bereits ab den ersten Lebensmonaten können die Kids mit ihren Eltern in Netphen oder im Löhrtor-Hallenbad an dem Kurs teilnehmen. Die Beziehung zwischen Eltern und Kind bekommt hier eine ganz neue Tiefe. Völlig neu für das Kind sind auch die möglichen Bewegungen. Denn im Wasser können sie dreidimensionale Bewegungen machen, die an Land noch nicht möglich sind. So werden das Wohlbefinden und viele Fähigkeiten, wie die Konzentration, gefördert. Wie viel Spaß die Kinder dabei haben, bewies der kleine Simon am Montagmorgen eindrucksvoll. Kaum war das erste Bild der Präsentation zu sehen, forderte er mit Blick auf die Mama „Wasser gehen!“. Der letzte Bereich, der von Henning Klaus vorgestellt wurde, waren schließlich die psychomotorischen Spiele. Hier wird, vereinfacht gesagt, Bewegung mit Geist gepaart. So werden motorische Fähigkeiten ebenso angesprochen wie geistige. Dabei steht auch der Sozialkontakt untereinander im Vordergrund. Außerdem erhalten die Kinder einen attraktiven Spielraum. Die Besucher und zahlreichen Ehrengäste waren beeindruckt. Dies schlug sich auch in den Grußworten nieder. Pastor Ernst-Otto Menn, stellvertretender Synodalassessor, kam als Vertreter des Kirchenkreises. Er unterstrich die Bildungsaufgabe der Kirche und wünschte Gottes Segen für die weitere Arbeit. „Den Mitarbeitenden kann man nicht genug Dank sagen“, meinte Siegfried Köhl, stellvertretender Bürgermeister. Aus der Mitarbeiterstruktur (28 Frauen und vier Männer) schloss er dann noch, dass Frauen wohl doch mehr von der Familie verstehen würden als Männer. Beatrix Schwarz kam in ihrer Funktion als stellvertretende Landrätin und sprach auch im Namen der MdLs Helga Schwarz-Schuhmann und Hans-Dieter Moritz. „Die Familienbildungsstätte verdient die Aufmerksamkeit aller“, lobte sie. Herbert Perl nahm alles Lob und alle Glückwünsche auch im Namen der Kolleginnen und Kollegen dankbar entgegen. Für den Leiter ist der Geburtstag ein „kleines und dennoch bedeutsames Jubiläum“. Die Familienbildungsstätte sei längst ein Familienhaus geworden und nützlich für alle, egal ob für Kinder, Eltern, Gesellschaft oder Politik. „Hier nimmt sich jeder was mit“, so Perl. „Es war ein schönes Jahrzehnt.“

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