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Ev. Kirchenkreis Siegen - Nachrichten

Da kräht doch kein Hahn nach, oder doch?
Umweltmanagement in ev. Kirchengemeinde Klafeld auf den Weg gebracht

Umweltmanagement in der Kirchengemeinde Klafeld
14.07.2010 11:52
Doch, da kräht ein Hahn nach. Zumindest seit vergangenem Sonntag (4. Juli) in der ev. Kirchengemeinde Klafeld. Einen „Tag der Schöpfung“ feierte die ev. Kirchengemeinde in der Talkirche und erinnerte die Gottesdienstbesucher an die Verantwortung, einen nachhaltigen Lebensstil zu entwickeln und die Erde nicht unnötig zu belasten.

Da kräht doch kein Hahn nach, wie hoch der Stromverbrauch der Kirchengemeinde ist, oder ob Blumen aus Übersee mit Flugzeugen nach hier gebracht werden, oder ob große Autos mit einem hohen Verbrauch gekauft werden. Und das alles wider besseres Wissen und die Vernunft, wurde in einem Sketch im Gottesdienst deutlich. Das, so hat das Presbyterium es einstimmig beschlossen, soll in der Kirchengemeinde Klafeld jetzt anders werden. Sieben Gemeindeglieder unter der Leitung von Burkhard Leidel bilden das neue Umweltteam der Kirchengemeinde und sollen ein Umweltmanagement einführen. Mit unterschiedlichen Begabungen und Berufserfahrung, so hoffen die Ehrenamtlichen, wird das Vorhaben gelingen. Zwei der Ehrenamtlichen werden in speziellen Seminaren der Landeskirche geschult und es beginnt die Bestandsaufnahme der Gebäude. Wie viel Strom verbraucht die Talkirche im Jahr? Wo können Energiesparlampen eingesetzt werden? Wo ist in kirchlichen Gebäuden zusätzliche Dämmung notwendig, um Heizenergie zu sparen? Sind die Heizungsanlagen optimal eingestellt und auf dem neuesten Stand?

Zur Erinnerung an das Vorhaben der Kirchengemeinde hatte Burkhard Leidel einen großen Grünen Hahn aus Holz gebaut. Der Grüne Hahn ist das Symbol der westfälischen Landeskirche für das Umweltmanagement. Im Gottesdienst hatten die Gemeindeglieder und Gäste Gelegenheit darüber nachzudenken, was der Grüne Hahn in der Kirchengemeinde und in Privathaushalten bewirken könnte. Heraus kamen beispielsweise: Das Wasser abdrehen beim Zähneputzen; kurz zu Duschen, statt zu baden; im Winter die Raumtemperatur abzusenken und Socken anzuziehen; weniger Auto zu fahren. Es sind nur wenige der vielen Beispiele, die zutage traten. Die Ideen wurden auf Pappstücke in unterschiedlichen Farben geschrieben. Die ergaben das bunte Federkleid des Grünen Hahnes.

Für die Kirchengemeinde Klafeld ist Schöpfungsverantwortung schon seit langem ein Thema, wenn auch noch nicht in dieser Konsequenz. Seit 24 Jahren gibt es einen Ausschuss zur Bewahrung der Schöpfung und der Gottesdienst zum Tag der Schöpfung wurde in diesem Jahr zum neunten Mal gefeiert. Regelmäßig werden gemeinsame Freizeitaktivitäten unter dem Motto „Autofrei und Spass dabei“ angeboten.
Aber es geht nicht nur um die kirchlichen Aktivitäten und Gebäude. Auch die Gemeindeglieder sollen sensibilisiert werden in ihrem eigenen Verhalten auf Umweltschutz zu achten. Zur Erinnerung erhielten alle Gottesdienstbesucher eine Sonnenblumenpflanze und einen gebastelten Grünen Hahn an einer kleinen Wäscheklammer aus Holz.
kp

Text zum Bild: (Foto Karlfried Petri)
Ein großer Grüner Hahn mit etlichen im Gottesdienst gesammelten Ideen als Federschmuck erinnert künftig in der Kirchengemeinde Klafeld an schonendes Umweltverhalten. Das neue Umweltteam unter der Leitung von Burckhard Leidel (3. v. l.) und mit Gemeindepfarrer Fank Boes (2. v. r.).

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