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Ev. Kirchenkreis Siegen - Nachrichten

Afrikanische Pastoren aus Siegen und Tansania treffen sich in Siegen-Weidenau
Pastor Amani Liymo und Pastor Gabriel Atembeh-Forsong
23.08.2010 18:28
Afrikanische Pastoren aus Siegen und Tansania treffen sich in Siegen-Weidenau. Pastor Amani Liymo aus Tansania (links) und Pastor Gabriel Atembeh-Forsong aus Siegen (rechts) tauschten sich im Evangelischen Pfarrhaus in Weidenau über das Leben ihrer Kirchen aus. Der eine lutherischer Pfarrer einer tansanischen Landeskirche, wie wir sie in Deutschland kennen. Der andere Pastor einer pfingstlerischen Gemeinde von Migranten in Siegen. Der pfingstlerische Gemeindetyp ist in Tansania sehr verbreitet und hat starken Zulauf auch aus Kreisen der lutherischen Kirche dort.
Pfarrer Martin Eerenstein, der dritte Gesprächspartner sagte: „Über Kontinente hinweg haben wir uns sofort verstanden und kamen ins Gespräch." Es ging um die Konkurrenz zwischen traditionellen Kirchen und charismatischen Freikirchen, um die Jugend, die den neuen christlichen Strömungen zuläuft und die alten Kirchen verlässt, um das Zusammenleben in der Verschiedenheit.
Pastor Gabriel brachte es auf den Punkt: "Pfingstler zu sein, heißt, praktisch zu sein. Wir brauchen Aktion im Gottesdienst - etwas, damit man sehen kann, dass Gott real ist. Die Pfingstler machen sichtbar, dass in der Bibel echtes Leben steckt. Und die Leute wollen Wunder sehen und, dass Dinge geschehen." Pfarrer Lyimo hielt dagegen, dass seine Kirche erkennt, dass sie sich aus traditionellen Formen heraus bewegen muss. Es gibt dort jetzt auch Segnungsgottesdienste und Handauflegungen. Auch sucht seine Kirche den Kontakt zu den Pfingstlern. Die Pastoren treffen sich regelmäßig, tauschen sich mit gegenseitigem Respekt aus und schärfen ihre jeweiligen Positionen. Trotz aller scheinbaren Bedürfnissen der Menschen beharrte Pfarrer Lyimo aber darauf, dass die Liturgie das Zentrum der Kirche ist. Und auch im Leben der Menschen gibt die Liturgie Halt und Struktur.
Es schloss sich ein Gesprächsgang über Gemeindeaufbau an. Dort sind die afrikanischen Kirchen sehr lebendig und flexibel, sei es die traditionelle Kirche in Tansania oder die Freikirche in Deutschland. Es geht zum Beispiel darum, wie in großen Gemeinden mit vielen hundert Mitgliedern persönliche Beziehungen und spirituelle Entwicklung der Einzelnen möglich ist.
Das Gespräch war ein Anfang. Neben jeden der drei Gesprächspartner könnten sich weitere stellen, die ihre Tradition weiter entwickeln und das Leben der weltweiten Kirche spüren wollen.
Kirchengemeinde Weidenau

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