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Ev. Kirchenkreis Siegen - Nachrichten

Synode Evangelischer Kirchenkreis Siegen III
Kritische Debatte um Kirchenkreiskonzeption Mehr strategische Planung, Leitung und Identifikation

Pfarrer Dr. Detlef Metz
29.11.2010 18:44

Es sollte nur ein erster Zwischenbericht zum Stand der Entwicklungen sein. Die überaus kritischen Anmerkungen zur Vorgehensweise setzen den Arbeitskreis unter Druck, erste Weichenstellungen schon auf der nächsten Synode vorzunehmen. Mit einem Konzeptionsbeschluss wird auf der Herbstsynode 2011 gerechnet. Seit über einem Jahr arbeitet ein vom Kreissynodalvorstand einberufener zehnköpfiger Arbeitskreis unter der Moderation von Rainer Cordes an der Entwicklung einer Kirchenkreiskonzeption. Nicht nur die Beschreibung des Ist-Zustandes ist vorgesehen, sondern vor allem die Entwicklung von Zielen und Instrumentarien zur Steuerung, berichtet Dr. Detlef Metz aus der Projektgruppe. Die jüngere Geschichte des Kirchenkreises wurde ebenso aufgearbeitet wie die von der Synode in den vergangenen Jahren formulierten Ziele. Die Stärken und Schwächen des Kirchenkreises sowie seine Risiken und Chancen wurden ausgelotet. Ausgereifte Ergebnisse konnten noch nicht präsentiert werden. Gründlichkeit vor Schnelligkeit lautet offensichtlich die Devise. Als nächster Schritt soll das Profil des Kirchenkreises möglichst genau gefasst werden. Danach sind eine Bereisung der Regionen und die Beteiligung der Referate vorgesehen.
Vorgelegt wurde der Synode auf zwei DIN A 4-Seiten ein so genannter „unstrittiger Kern“, ein Papier, über das der Kreissynodalvorstand und die Projektgruppe einen Konsens herstellen wollen. Auf diesen „unstrittigen Kern“ sollen die weiteren Diskussionen aufbauen.
Angestrebt wird eine frühzeitige und längerfristige reflektierte strategische Planung. Sie soll eine konzeptionelle und strukturierte Arbeit ermöglichen. Bisher wird oft nur auf Umstände reagiert. Klarheit bei der Wahrnehmung von Aufgaben soll ebenso erreicht werden wie eine Stärkung der Identifikation mit den Zielvorstellungen und der Arbeit des Kirchenkreises. Dazu ist ein Ausbau der internen Kommunikation erforderlich. Einer nach außen deutlich erkennbaren Leitung wird das Wort geredet und einer einheitlicheren Repräsentation nach außen. Dazu bedarf es der Stärkung der Öffentlichkeitsarbeit und der Vernetzung.
Dass zunächst der „unstrittige Kern“ gar nicht so unstrittig war, machte die kritische Diskussion deutlich. Inhaltliche Unzufriedenheit mit dem vorgelegten Ergebnis wurde ebenso laut wie Kritik am Ablauf des Prozesses.Nach einer Pause einigte sich die Kreissynode dann doch darauf, den begonnenen Prozessweg weiter zu beschreiten. Nun sollen das Profil, die Eigenart und die Situation des Evangelischen Kirchenkreises Siegen herausgearbeitet und dabei die Referate und Kirchengemeinden stärker eingebunden werden. Einbezogen werden sollen auch frühere konzeptionelle Äußerungen des Kirchenkreises.
kp


Kreissynodalvorstand wieder komplett
Text zum Bild: (Foto Karlfried Petri)

Cornelia Dreute-Krämer und Helga Hoffmann (v.li) wurden mit großer Mehrheit in den Kreissynodalvorstand gewählt, der nun wieder komplett besetzt ist. Dorothee Breyer wurde als Stellvertreterin von Helga Hoffmann gewählt.


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