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Ev. Kirchenkreis Siegen - Nachrichten

Synode Evangelischer Kirchenkreis Siegen I
Siegen ist nicht alles
Schlaglichter aus Kirchenkreis, Landeskirche und Diakonie

Superintendentin Annette Kurschus
29.11.2010 18:59
Das Motto des ökumenischen Gottesdienstes am NRW-Tag in Siegen setzte die Superintendentin über ihre Informationen aus dem Kirchenkreis. Auch der Kirchenkreis Siegen sei nicht alles, nicht die Superintendentur, die Verwaltung, die Referate und die Gemeinden. Sie sind eingebettet in einen größeren Zusammenhang. Kurschus: „Jede Kirchengemeinde ist ganz und gar Kirche – aber keine Kirchengemeinde bildet für sich die ganze Kirche ab. Wir brauchen einander. Unser Kirchenkreis ist die Gemeinschaft seiner Kirchengemeinden und Dienste und Referate – und doch geht er darin nicht einfach auf.“
Auf einem guten Weg befinden sich die hauptamtliche Jugendarbeit sowie die Gemeindepädagogik, die nach neuem Konzept in kreiskirchlicher Verantwortung vor Ort in den Gemeinden gestaltet wird. Sie betont, dass die Konfirmandenarbeit, die an einigen Orten von den hauptamtlichen Jugendmitarbeitenden geleistet wird, für die Pfarrerinnen und Pfarrer zu den pastoralen Kernaufgaben gehört. Sie dürfe nicht gänzlich delegiert werden.
Dem kreiskirchlichen Kindergartenverbund EKiKS (Evangelische Kindertageseinrichtungen im Kirchenkreis Siegen) gehören derzeit 15 von 53 Kindertageseinrichtungen an. 6 Einrichtungen kommen in Kürze hinzu und drei weitere zu einem späteren Zeitpunkt. Ein Beratungsprozess mit der Kienbaum Management Consults GmbH solle in Kürze die Strukturen optimieren.
Zum Ende des Schuljahres wird der Kirchenkreis Siegen die Trägerschaft der Offenen Ganztagsschulen in Birlenbach, Hilchenbach und Burbach aufgeben. Eine verstärkte Einflussnahme auf die inhaltliche Gestaltung und das Angebot habe sich nur begrenzt verwirklichen lassen.
Vakante Pfarrstellen lassen sich im Kirchenkreis Siegen nur schwer wieder besetzen, was für Pfarrerinnen und Pfarrer und ehrenamtlich Mitarbeitende erhebliche zusätzliche Belastungen mit sich bringe.

Landeskirche
Pfarrerin Roswitha Scheckel berichtete über die Landessynode. Die Taufe soll das theologische Schwerpunktthema im kommenden Jahr sein. Taufe, nicht als einmal vollzogener ritueller Akt, sondern ein lebenslanger Prozess bis zum Sterbebett. Durch das neue Prädikantengesetz wird nun der Dienst der Laienprediger an die Regelungen der EKD angenähert und erfährt eine ausdrücklichere Wertschätzung. Gemeindeglieder, die die Gabe der Verkündigung haben, können zur Wortverkündigung und Sakramentsverwaltung berufen und als Prädikantin oder Prädikant ausgebildet werden.
Die Landeskirche rechnet mit einem Rückgang der Gemeindegliederzahlen von jährlich 1,1%. Die Zahl der Gemeindeglieder pro Pfarrstelle wird in den kommenden 20 Jahren auf 2.500 bis 3.000 ausgeweitet. Ab Mitte der zwanziger Jahre können die prognostizierten Pfarrstellen voraussichtlich nicht mehr besetzt werden. Es droht ein Pfarrermangel, den die Landeskirche erkannt hat und dem sie entgegenwirkt.

Diakonie
Unfreiwillig in die Schlagzeilen geriet in diesen Tagen die Diakonie in Südwestfalen. Eine anonyme Strafanzeige wurde in der Presse bekannt gemacht, wonach der Geschäftsführer Dr. Josef Rosenbauer und zwei Mitarbeitende der Diakonie gegen Entgelt für eine politische Partei arbeiten sollen. Die theologische Direktorin der Diakonie in Südwestfalen, Pfrn. Jutta Ostermann, informierte über den öffentlich gewordenen Sachverhalt. Zugunsten einer politischen Partei sollen anderweitig bestimmte Personalmittel verwendet worden sein.
Nun sei die Diakonie in die anonymen Vorwürfe verwickelt. Für die ehrenamtlich Mitarbeitenden in den Gemeinden und den Mitarbeitenden in der Diakonie sei das Ganze mit Aufregung verbunden.
Ärgerlich für die Diakonie ist, dass die Vorwürfe in die beginnende Adventssammlung fallen. Für die Sammlerinnen und Sammler wurden Informationen über die Situation zusammengestellt. Darin heißt es: „Der Presse in Mainz wurde Mitte der Woche ein anonymer Brief zugstellt, der Vorwürfe gegenüber Dr. Rosenbauer beinhaltet. Der Staatsanwaltschaft liegt bis zum heutigen Zeitpunkt keine entsprechende Anzeige vor. Die in dem anonymen Schreiben erhobenen Vorwürfe bezgl. der Arbeitsverträge der Mitarbeitenden der Diakonie in Südwestfalen entbehren jeglicher Grundlage.“ Die Entscheidungsgremien der Diakonie in Südwestfalen werden sich mit den Vorwürfen beschäftigen.
kp
Text zum Bild: (Foto Karlfried Petri)
Aus Kirchenkreis, Landeskirche und Diakonie erhielten die Synodalen eine Fülle von Informationen.

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