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Ev. Kirchenkreis Siegen - Nachrichten

Synode des Kirchenkreises Siegen tagte
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17.07.2003 12:05
Unternehmensberatung im KirchenkreisStrukturen und Zuständigkeiten in Verwaltungen und Betrieben können bremsen, Macht verteilen, fördern oder auch nur verwirren. In einem großen Kirchenkreis mit 30 Kirchengemeinden, einer Menge Ausschüsse und Beiräte sowie etlichen Einrichtungen macht sich dies besonders bemerkbar. Wer ist für was zuständig? Wo liegen Verantwortlichkeiten? Wer hat wen zu informieren? Wo knirscht Sand im Getriebe? Und wo werden Entwicklungen blockiert, weil nichts geregelt ist? Diese und viele andere Fragen sollen im Zuge einer Unternehmensberatung im Kirchenkreis Siegen beantwortet werden, die jetzt die Synode dem Kreissynodalvorstand, Gremien und Dienststellen und damit nicht zuletzt auch sich selbst verordnete. Dass der Prophet im eigenen Land nichts gilt und ein Wort, das hilft, man sich nicht selbst sagen kann, haben die Verantwortlichen im Kirchenkreis in den letzten Jahren immer wieder erfahren. Bestanden doch schon lange Überlegungen, nicht zuletzt durch einen Struktur- und Leitbildausschuss, den Kirchenkreis in seiner Handlungsfähigkeit seiner Vielseitigkeit, seinen gewachsenen Arbeitsfeldern und nicht zuletzt dem im Laufe von Jahrzehnten entstandenen und kaum noch zu überschauenden Beziehungsgeflecht anzupassen. Dies soll mit Hilfe einer Beratung von außen in einem bestimmten Rahmen exemplarisch geschehen und dann auf verschiedene Arbeitsfelder im Kirchenkreis übertragen werden. Eins hat man aus der Vergangenheit ebenfalls gelernt. Die besten und schönsten Beschlüsse und Organisationsideen nützen nichts, wenn sie nicht umgesetzt werden. Dies muss diesmal anders sein! Einen Maßstab für den Beratungserfolg hat die Synode bereits vorgegeben: Der Kreissynodalvorstand und der Superintendent müssen spürbar entlastet werden, damit sie mehr Raum für Leitungsaufgaben haben. Alle beteiligten Gremien und Dienststellen auf Kirchenkreisebene sollen in einem klar abgesteckten Rahmen selbstständig arbeiten können.40.000 € ist dem Kirchenkreis die Beratung wert. Die Hambuger Fa. Lischke Consulting, erfahren in der Beratung von kirchlichen Einrichtungen, erhielt den Auftrag, die Strukturen im Kirchenkreis zu vereinfachen und überschaubar zu gestalten.Der Kreissynodalvorstand hofft, auf der Sommersynode 2004 die Ergebnisse präsentieren zu können. Da im nächsten Jahr in den Kirchengemeinden und Kirchenkreisen der westfälischen Landeskirche Wahlen anstehen, besteht die Hoffnung, dass der sich dann zum Teil neu zusammengesetzte Kreissynodalvorstand mit geänderten Rahmenbedingungen den Kirchenkreis leiten kann.kpNeustrukturierung der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen im Kirchenkreis SiegenEin vorläufiges Grobkonzept zur Neustrukturierung der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen im Kirchenkreis Siegen stellte Jugendreferent Heiner Giebeler bei der letzten Kreissynode des Kirchenkreises Siegen vor. Eine Arbeitsgruppe, bestehend aus Presbyterinnen und Presbytern sowie weiteren Mitarbeitenden aus kirchlichen Arbeitsbereichen mit Kindern und Jugendlichen habe sich an die Arbeit gemacht, Strukturen zu überprüfen und gegebenenfalls neu zu konzeptionieren. Es gelte in Zukunft, bei zurückgehenden finanziellen Mitteln die Qualität der arbeit mit Kindern und Jugendlichen zu erhalten und womöglich noch zu steigern.Unter Berücksichtigung der zukünftigen demografischen Entwicklung, der Kosten und der gesellschaftlichen Bedingungen habe man im Zeitraum Juni 2003 bis zur Novembersynode 2004 folgende Arbeitsschritte geplant: Bestandserhebung, Bedarfsermittlung, fachliche Inputs und schließlich einen Konzeptionsentwurf. Dieser müsse unter Mitwirkung aller Beteiligten in der kirchlichen Kinder- und Jugendarbeit diskutiert werden. Vorrangig sei, alle bestehenden Ressourcen zu nutzen und womöglich neue aufzutun. In Zukunft sei wegen der demografischen Verhältnisse ein Rückgang der zu betreuenden Kinder und Jugendlichen von einem Drittel zu erwarten. Deshalb sei Gemeindepädagogik gerade dann nicht überflüssig, sondern besonders notwendig. Mit welchen Schwerpunkten schließlich gearbeitet werde, solle sich im Rahmen des Entwicklungsprozesses herausstellen. Klar sei aber jetzt schon, dass es auf Solidarisierung und Kooperation ankomme, wenn man weiter eine zielgerichtete, qualitativ hochwertige Arbeit leisten wolle. Diese sei noch steigerungsfähig. Giebeler lud dazu ein, das Gespräch mit ihm und der Arbeitsgruppe zu suchen: „Wir stehen für Gespräche, Impulse und Diskussionen zur Verfügung.“Kontakt: Jugendreferat des Kirchenkreises Siegen, Burgstraße 23, 57072 SiegenTel.: 0271/5004-293Ch.St.Bilanz Bistro im Zeughaus bei KreissynodeBei der letzten Kreissynode in der CVJM-Jugendbildungsstätte in Wilgersdorf hat der Vorsitzende des Finanzausschusses des Kirchenkreises Siegen, Friedhelm Knipp, die Zahlen der Bilanz über das Bistro im Zeughaus vom 25.8. 2000 bis 30.4.2002 offengelegt. In diesem Zeitraum hatte das Jugendreferat des Kirchenkreises Siegen einen Gastronomiebetrieb mit integriertem Konzept für Jugendarbeit betrieben. Der Betrieb wurde im April 2002 aus wirtschaftlichen Gründen eingestellt und an private Unternehmer verpachtet. Die Prognosen des ehemaligen Vorsitzenden des Finanzausschusses, Helmut Varnholt, hätten gestimmt, leitete Knipp seinen Bericht ein. Die Aussage Varnholts, der Betrieb werde einen jährlichen Verlust in Höhe von 50 000 bis 75 000 DM einfahren, habe sich in etwa bestätigt. Andere Prognosen, der Betrieb werde sich nach ca. einem Jahr von selber tragen, waren falsch, obwohl Haupt- und Ehrenamtliche sich bis an die Grenzen der Belastbarkeit eingesetzt hätten. Für den Kirchenkreis Siegen ergebe sich abzüglich der Personalkosten des Jugendreferenten, der ohnehin bezahlt worden wäre, der Abschreibungen und des Inneren Schuldendienstes ein derzeit feststellbarer Verlust in Höhe von 140.478,35 €. Ein abschließendes Ergebnis sei allerdings erst 2008 feststellbar, da im Falle einer kompletten Einstellung des Wirtschaftsbetriebes, also weder Verpachtung noch Selbstbetreibung des Geschäftes, erstattete Vorsteuern an das Finanzamt zurückgezahlt werden müssten. Ein Betrag von 35 667 € sei der Kirchenkasse schon auf die Vorsteuer auf Investitionen gutgeschrieben worden. Die Kirchenkreisleitung befinde deshalb, gesetzt den Fall, es gebe Interessenten, eine Verpachtung des Bistros in Zukunft für sinnvoll. Mehr, als dass die Pacht des kircheneigenen Gebäudes nicht gezahlt werde, könne ja nicht passieren, hieß es. Als neuer Pächter im Gespräch ist die Neue Arbeit Siegerland. Ch.St.Eine fast unendliche GeschichteGedämpfter Optimismus auf Millionenrückzahlung der KirchengelderDer Kirchenkreis bekommt die vom ehemaligen Verwaltungsleiter Bohle veruntreuten Millionen voraussichtlich zurück. Aber wann ist noch offen. Mit dieser vertröstenden aber dennoch hoffnungsvollen Mitteilung konnte Prof. Dr. Dr. Kirberger, Rechtsvertreter des Kirchenkreises in Sache Millionenveruntreuung, die Synodalen ein wenig beruhigen.Die Auseinandersetzungen mit der Familie Schleininger in Italien, die in den „Genuss“ des Geldes gekommen war, hatten sich als langwierig erwiesen. Ein neuer Rechtsberater der Familie habe viel Zeit benötigt, um sich in den Sachverhalt aber auch in die psychologische Befindlichkeit der Familie einzufinden. Die erkenne nunmehr grundsätzlich eine Rückzahlungsverpflichtung an. Dies sei schon ein erster Erfolg, da die Familie eine Anerkennung bislang nicht ausgesprochen, sondern sich als geschädigt angesehen habe. Und auch jetzt benenne sie immer noch einen eigenen Schaden, da sie in gutem Glauben auf den seinerzeitigen Handel eingegangen sei.Mittlerweile wolle auch die Familie Schleininger die Angelegenheit möglichst schnell abwickeln. Dies sei jedoch nicht so ganz einfach, da die Gelder in Immobilien investiert seien, die sich nicht leicht veräußern lassen.Der Siegener Rechtsanwalt strebt nun eine notarielle Erklärung an und eine treuhänderische Sicherheit in Aktien in Höhe des noch ausstehenden Betrages von 1.128.000 €. Wenn dies realisiert sei, dann nehme der Kirchenkreis die Strafanzeige in Italien zurück, die die Familie Schleininger zur Zeit von allen Subventionsmöglichkeiten in Italien abschneide. Daher habe die Familie ein Interesse daran, dass das Druckmittel Strafanzeige aus der Welt geschafft werde. Sollte jedoch bis Ende August dieses Jahres keine ausgewogene außergerichtliche Regelung zustande kommen, werde der Gerichtsweg beschritten.Zudem sei die Bank in Münster nachrangig nach der Familie Schleininger haftbar. Damit hat der Kirchenkreis die Chance, weitgehend schadlos aus der Betrugsaffäre herauszukommen. kp

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