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Ev. Kirchenkreis Siegen - Nachrichten

„Nicht nur die Frommen dürfen kommen“
25 Jahre Ehe-, Familien und Lebensberatungsstelle

25 Jahre EFL
05.10.2011 15:32
Mit einem Festgottesdienst in der Martinikirche Siegen feierte jetzt (22.9.2011) die Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstelle (EFL) des Evangelischen Kirchenkreises Siegen ihr 25-jähriges Bestehen. „So sind wir, so arbeiten wir: nah bei den Menschen, fachkompetent, mit evangelischer Grundhaltung“ heißt es im Leitbild der kirchlichen Einrichtung entsprechend dem Beschluss der Kreissynode am 28. November 1984. Damals rief das Entscheidungsgremium des Kirchenkreises auf Initiative der Martinikirchengemeinde und der Telefonseelsorge Siegen unter der Leitung des späteren Superintendenten Helmut Flender die Beratungseinrichtung ins Leben. Nach zweijähriger Vorbereitungsphase nahm sie schließlich im Oktober 1986 ihre Arbeit im Dienst der Kirchengemeinden auf, ausgestattet mit einer Vollzeit und einer Halbtagskraft, einer Sekretärin, einer Raumpflegerin sowie einigen wenigen Honorarkräften.
Seitdem hat sich in der Beratungsarbeit viel verändert. Vor allem sind die Aufgaben deutlich mehr geworden. Über 1400 Beratungsanfragen pro Jahr gehen in der EFL ein. Hinzu kommen über 1000 Anfragen in der Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe (KISS), die zur EFL gehört. Heute ist die Siegener Einrichtung mit 14 hauptamtlich Mitarbeitenden eine der größten Beratungsstellen in ganz NRW mit Beratungsbüros in Olpe und Bad Berleburg. Von der Geburt bis ins hohe Alter finden die Menschen Rat und Hilfe. Seien es Suchtprobleme, Fragen rund um Schwangerschaft, Eheprobleme, Schulsorgen der Kinder, Überlastungen am Arbeitsplatz oder häusliche Gewalt - die Vielfalt des Lebens bringt die Vielfalt der Beratungsanlässe hervor. Die Aufgabe der Kirche, die Menschen auf ihrem Weg durchs Leben mit ihrer Hilfe zu begleiten ist nicht geringer geworden.

Die Bedeutung der Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstelle für die Gesellschaft wurde in den Grußworten von Siegens Stellvertretende Bürgermeisterin Angelika Flohren und der stellvertretende Landrat des Kreises Siegen-Wittgenstein Jürgen Althaus nach dem Gottesdienst hervorgehoben. Der Bedarf an Beratung, so Flohren, nehme zu. Sie betonte, dass nicht nur die Frommen in der Einrichtung willkommen seien, sondern alle Menschen, unabhängig von Herkunft, Alter, Geschlecht, Familienstand oder Religion beraten würden.

Dass diese Menschen die EFL auch erreichen, zeigen die statistischen Erhebungen der Einrichtung. 62% der Befragten Klienten fanden bereits den ersten telefonischen Kontakt hilfreich. Schwellenängste sind offensichtlich bei den Ratsuchenden nicht vorhanden, schloss Christina Dietze, stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins. 91% der Befragten würden die Beratungsstelle weiterempfehlen. Der Förderverein der EFL bittet, den unermüdlichen Einsatz des Teams und das segensreiche Schaffen der Beratungseinrichtung zu unterstützen.

Superintendentin Annette Kurschus sprach von einer bewegten Geschichte mit Dynamik: „Wir hoffen, dass es weitergeht. Unser Dank gilt allen, die diese Einrichtung unterstützen. Manche tun das mit richtig viel Geld. Aber auch die kleinen Beträge sind wichtig. Wir wollen mit Fantasie und Hoffnung unterwegs bleiben und alles unternehmen, damit die die Beratungsstelle auch in finanziell angespannten Zeiten erhalten bleibt.“
kp

Text zum Bild: (Foto Karlfried Petri)
Pfr. Dr. Gernot Czell, ehemaliger Leiter der EFL, Annette Mehlmann, derzeitige Leiterin der EFL, Christina Dietze, stellvertretende Leiterin des Fördervereins, und Superintendentin Annette Kurschus hoffen sehr, dass die kirchliche Beratungsstelle auch in finanziell angespannten Zeiten erhalten bleiben kann.

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