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Ev. Kirchenkreis Siegen - Nachrichten

„Ich habe euch eine Tür geöffnet“
Festgottesdienst zur Fertigstellung des Anbaus am Ev. Gemeindezentrum Büschergrund


02.12.2011 11:53

Der vergrößerte Gemeindesaal konnte am vergangenen Sonntag (27.11.) nicht alle Gottesdienstbesucher fassen, die ins Evangelische Gemeindezentrum in der Mühlenstraße in Büschergrund gekommen waren. Pünktlich zum ersten Advent war der Anbau des Gemeindezentrums nach mehrjähriger Planung und sechsmonatiger Bauzeit fertiggestellt und konnte in einem Festgottesdienst in Dienst genommen werden. Etliche Gemeindeglieder verfolgten den Gottesdienst aus dem ebenfalls erweiterten Gemeinderaum in der unteren Etage, in den der Gottesdienst per Video übertragen wurde. Die Kinder des Kindergottesdienstes und der Jungscharen verteilten am Eingang des Gemeindezentrums einen Pappschlüssel, sozusagen als symbolischer Türöffner, mit dem Bibelvers: „Jesus Christus spricht: „Ich habe euch eine Tür geöffnet, die niemand zuschließen kann.“ (Offenbarung 3, 8)Dass Superintendentin Annette Kurschus als designierte Präses der westfälischen Landeskirche im Festgottesdienst predigen würde, war noch nicht abzusehen, als wir im vergangenen Juni die Einladung aussprachen, so Pfarrer Ulrich Schlappa. Er gratulierte herzlich und überbrachte die Glück- und Segenswünsche der Kirchengemeinde: „Wir wünschen Ihnen viel Kraft für dieses hohe Leitungsamt.“

Die Superintendentin machte deutlich, dass eine reformierte Gemeinde keine in sich heiligen Räume weihe. Geheiligt seien sie durch die in ihr versammelte Gemeinde. Kurschus: „Wir brauchen solche besonderen Räume, die uns unterbrechen in unserem täglichen Tun. Die fremd und anders sind und wo wir uns nicht selbst begegnen, sondern dem Anderen.“
Vor fünf Jahren, im Oktober 2006, so informierte Finanzkirchmeister Burkhard Klein über die Entstehung des Anbaus, sei in einer Gemeindeversammlung die Entscheidung gefallen, dass nicht nur das Erdgeschoss, sondern auch der Gemeindesaal erweitert werden sollte. In kurzer Zeit seien damals 20.000 Euro für die Kirchsaalerweiterung gespendet worden. Er dankte den vielen Beteiligten, durch deren Denken, Planen, Arbeiten, Spenden und Beten, das Bauwerk gelingen durfte. Am 14. Mai erlebte die Gemeinde den symbolträchtigen ersten Spatenstich. Das Architektenteam Ulrich und Bodo Reppel, das auch die Bauleitung innehatte, lies gemeinsam mit dem ehrenamtlichen Bauteam um Rudolf Schöler in 198 Tagen einen gelungenen Anbau entstehen. Ulf Wiese, einer der tatkräftigen Freiwilligen, sorgte für eine moderne Elektrik, die sich nun in einem klaren Videobild, einem guten Ton und funktionierenden Übertragungen in das Untergeschoss zeigt. 260 Personen fasst nun der Kirchsaal. Hier fehlt noch der Ausbau des angrenzenden Eltern-Kind-Raums. Das Untergeschoss lässt sich durch Trennwände in zwei unterschiedlich große Räume trennen. Die Gruppen und Kreise, die jede Woche die Räume nutzen, wissen die neuen Möglichkeiten sehr zu schätzen. 19 regelmäßige Veranstaltungen finden wöchentlich im Gemeindezentrum statt. Eberhard Grote, der ehemalige Pfarrer der Gemeinde, hatte die Erweiterung mit einem weitsichtigen Presbyterium maßgeblich auf den Weg gebracht. Mit seiner Familie besuchte er den Festgottesdienst, der ihm ein besonderes Erlebnis war: „Das fühlt sich heute richtig gut an. Uns erfüllt große Freude und Dankbarkeit.“

Einen kleinen Wermutstropfen konnte Burkhard Klein jedoch nicht für sich behalten. Der 490.000 Euro teure Anbau ist zwar finanziert, aber einiges davon ist nur geliehen. Fast 200.000 Euro an Spenden konnte bislang die Gemeindekasse verbuchen. Hinzu kamen Sachspenden von Firmen und Handwerkern von 11.500 Euro. Die Eigenleistungen am Bau werden mit 40.000 Euro beziffert und auch der Kirchenkreis gab einen Zuschuss und ein Darlehen von jeweils 57.600 Euro. 68.800 Euro sind der Baurücklage entnommen worden und müssen mit den 57.600 Euro Darlehen des Kirchenkreises wieder zurückgezahlt werden. Hier erhofft sich die Kirchengemeinde in den nächsten Jahren weitere Spenden, die ihr die Rückzahlung ermöglicht.

Nach dem Gottesdienst fand eine Stunde der Begegnung statt, in der ausführlich über die Bauarbeiten informiert wurde und wo die Baptistengemeinde, die Evangelische Gemeinschaft und auch die katholische Kirchengemeinde herzlich zum gelungenen Anbau gratulierten. Aber auch Martin Lucke, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Freudenberg, die den Anbau mit einer namhaften Zuwendung unterstützt hat, und Ortsvorsteher Bernhard Münker nutzten die Gelegenheit zur Gratulation. Münker machte dabei deutlich, dass die Kirchengemeinde zu einem guten Betriebsklima in Büschergrund beitrage.
kp

Text zum Bild: (Karlfried Petri)

Das Ev. Gemeindezentrum Büschergrund platzte aus allen Nähten. In einem Festgottesdienst wurde der Anbau seiner Bestimmung übergeben.



Gemeindepfarrer Ulrich Schlappa, Superintendentin Annette Kurschus und der ehemalige Gemeindepfarrer und jetzige Ruheständler Eberhard Grote, freuten sich sehr, dass die Gemeinde nun endlich mehr Platz zur Verfügung hat.


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