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Ev. Kirchenkreis Siegen - Nachrichten

Kreissynode Siegen I
Viel Arbeit für den Nominierungsausschuss
Nachfolge für Annette Kurschus

Superintendentin Annette Kurschus und Synodalassessor Hans-Werner Schmidt
02.12.2011 12:54

Die Wahl von Annette Kurschus zur nächsten Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen war in vielerlei Hinsicht auch Thema der Kreissynode Siegen, die am vergangenen Mittwoch (30.11.2011) in der CVJM-Jugendbildungsstätte tagte.
Schon bei dem Grußwort der Landeskirche, das Oberkirchenrat Dr. Ulrich Möller überbrachte, kam das überragende Wahlergebnis auf der vergangenen Landessynode zur Sprache. „Alle wollen immer nur das Beste für sich haben“, so Möller in Wilgersdorf. Und: „Ihr wisst, was ihr vermissen werdet, wenn sie nicht mehr Superintendentin ist. Nun lasst ihr sie gehen, damit der ganzen Kirche die besonderen Gaben von Annette Kurschus zugute kommen.“ Auf den Kirchenkreis bezogen war sich Möller sicher, dass auch weiterhin gilt: „Jesus hilft ‚S‘iegen.“ Dass Kurschus am 4. März als erste Präses aus dem reformierten Siegerland in ihr neues Amt eingeführt wird, steht bereits in so manchem Terminkalender. Wie aber geht es im Kirchenkreis Siegen weiter? Hier ist der Nominierungsausschuss des Kirchenkreises gefragt, auf den im nächsten Jahr eine Menge Arbeit zukommt. Finden doch auch am 5. Februar 2012 Presbyteriumswahlen statt. Dies hat zur Folge, dass sich die Synode neu zusammensetzt, ein neuer Kreissynodalvorstand gewählt werden muss und auch Mitglieder für die Synodalen Ausschüsse gefunden werden müssen. Und nun zusätzlich ein neuer Superintendent oder eine Superintendentin. Der Synode wurden verschiedene Vorgehensweisen vorgestellt. Soll die Stelle ausgeschrieben werden oder nicht? Auf die Stelle eines Superintendenten bewirbt man sich eigentlich nicht. Es ist ein geistliches Amt, für das man angefragt wird. Wie erfährt der Nominierungsausschuss aber dann von für dieses Amt geeigneten Menschen außerhalb des Kirchenkreises? Soll die geplante Sondersynode im Februar, die zur Beratung der Kirchenkreiskonzeption vorgesehen ist, zu einer Wahlsynode umfunktioniert werden oder soll nach den Presbyteriumswahlen eine sich gleichzeitig konstituierende Sondersynode im Mai die Nachfolge für Kurschus regeln? Ist es vielleicht doch besser, erst auf der regulären Sommersynode am 27. Juni auch noch einen Superintendenten oder eine Superintendentin zu wählen? Bis dahin müssten dann der Synodalassessor und seine Stellvertreter den Kirchenkreis leiten. Fragen über Fragen, auf die der Nominierungsausschuss bald eine Antwort finden muss. Die Kreissynode konnte hierbei nur Ratschläge geben und Argumente für die eine oder andere Verfahrensweise. Namen geeigneter Kandidatinnen oder Kandidaten wurden noch keine genannt. Deutlich wurde allerdings, dass für eine „große Lösung“, nämlich die Zusammenlegung der beiden Kirchenkreise Siegen und Wittgenstein die Zeit noch nicht reif ist. Das wird in beiden Kirchenkreisen und auch auf Landeskirchenebene so gesehen. Kurschus: „Daher soll der Antrag an die Landeskirche gestellt werden, die Superintendentenstelle des Kirchenkreises Siegen zur Wiederbesetzung freizugeben.“
Am Ende der Synode kam die Präseswahl wieder zur Sprache. Synodalassessor Hans-Werner Schmidt, „bewaffnet“ mit einem großen Blumenstrauß, gratulierte im Namen der Kreissynode und des Kirchenkreises der designierten Präses Annette Kurschus sehr herzlich und wünschte ihr Gottes Segen für die Ausübung ihres neuen Leitungsamtes. Die Synodalen erhoben sich spontan von ihren Plätzen und brachten ihre Zustimmung mit einem kräftigen Applaus zum Ausdruck.
Annette Kurschus, berührt, dankte für die spürbare Unterstützung in den letzten Monaten. „Ich habe viel guten Zuspruch erfahren. Das bedeutet viel für den eigenen Weg.“
kp

Text zum Bild: (Foto Karlfried Petri)
Wenn es keine Sondersynode im Februar geben sollte, war dies die letzte Kreissynode unter dem Vorsitz von Superintendentin Annette Kurschus. Sie wurde vorsorglich mit einem Blumenstrauß und stehendem Applaus verabschiedet.

 

 

Verabschiedung von Pfr. i. E. Michael Weber
Text zum Bild: (Foto Karlfried Petri)

Zum letzten Mal nahm Synodalvikar Pfr. i.E. Michael Weber an einer Kreissynode teil. Er verlässt zum Ende des Jahres den Kirchenkreis Siegen und wurde von Superintendentin Annette Kurschus verabschiedet. Viele Jahre hat er sich mit hohem Sachverstand und theologischer Leidenschaft in der Superintendentur eingebracht. Zu seinen Aufgaben gehörte unter anderem die technische Vorbereitung der Synoden, die unter seiner Leitung reibungslos durchorganisiert wurden. Weber wechselt in die Wirtschaft, wo er ein Unternehmen mit leitet. Zunächst für fünf Jahre hat ihn auf seinen Antrag hin die Landeskirche beurlaubt. Ein Hintertürchen, das dem Pfarrer den Abschied etwas leichter macht.


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