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Ev. Kirchenkreis Siegen - Nachrichten

Von Gemeindepastorin zur Krankenhausseelsorgerin
Pfarrerin Christiane Weis-Fersterra als Krankenhausseelsorgerin im Jung-Stilling-Krankenhaus eingeführt

Hastert, Schmidt, Weis-Fersterra, Uebach
04.04.2012 15:29

Als neue Krankenhausseelsorgerin ist Pfarrerin Christiane Weis-Fersterra am vergangenen Sonntag (1. April 2012) im Evangelischen Jung-Stilling-Krankenhaus von Synodalassessor Hans-Werner Schmidt eingeführt worden. Ein Krankenhaus ist ein Ort, wo Karfreitag und Ostern, wo Tod und Auferstehung nahe beieinander liegen. Hier nehmen Menschen wahr, dass sich nicht alles sichern und planen lässt. Schmidt überreichte ihr die Urkunde der westfälischen Landeskirche: „Du darfst im Sinne Jesu und unter seinem Segen hier im Krankenhaus Dienst tun.“
Hubert Becher, Geschäftsführer des Diakonie-Klinikums Jung-Stilling, begrüßte zu Beginn des Empfangs in der Cafeteria des Krankenhauses die neue Seelsorgerin herzlich: „Wir alle haben auf Sie gewartet. Wir sichern Ihnen unsere Unterstützung zu.“ Er überreichte ihr einen Blumenstrauß und den Schlüssel für das Büro. Im Diakonie-Klinikum Jung-Stilling ist sie nicht nur für die Patienten eine wichtige Ansprechperson, auch für die Mitarbeitenden hat sie ein offenes Ohr. Etliche Grüne Damen und Herren werden die Seelsorgerin bei ihrer Arbeit unterstützen. Und die freut sich auf ihr neues Tätigkeitsfeld und über die zugesagte Unterstützung: „Morgen geht’s richtig los.“Tags zuvor wurde die beliebte Gemeindepastorin im voll besetzten Gotteshaus in ihrer Kirchengemeinde Niederschelden in einem Samstagabendgottesdienst verabschiedet. Fast genau 21 Jahre lang war Christiane Weis-Fersterra als Pastorin in der Kirchengemeinde tätig. Presbyter Günter Frettlöh erinnerte sich an die vielen Jahre segensreichen Dienstes der Seelsorgerin. Ihr seien die Menschen nicht gleichgültig, gleich, welcher Konfession sie angehörten. Das ökumenische Miteinander habe sie gepflegt und gefördert. Sie sei immer gegen Ungerechtigkeit eingetreten und das regelmäßige Friedensgebet habe sie ebenso mit initiiert wie das Bündnis für Begegnung und Frieden, das sich gegen Ausländerfeindlichkeit richte. Doch besonders habe ihr die Gemeindearbeit am Herzen gelegen. Ehrenamtliche seien in die Katechumenen- und Konfirmandenarbeit eingebunden worden, Taufelternkurse habe sie gestaltet und Bibelabende gehalten. Viele Kranke hätten sie als einfühlsame Seelsorgerin kennen- und schätzen gelernt. Auch das Miteinander der Chöre sei ihr ein Anliegen gewesen. Der Singkreis, der Gemeindechor und die Musikgruppe gestalteten zum Dank den Gottesdienst mit. Organist Günter Drucks spielte virtuos die Orgel. Frettlöh zum Schluss: „Danke für die vielen Gottesdienste. Auch wenn sie uns als Gemeindeglied erhalten bleiben, als Pfarrerin werden Sie uns fehlen.“ Für das neue Amt der Seelsorgerin wünschte er ihr viel Kraft und Gottes Segen.
Der Entschluss, künftig als Krankenhausseelsorgerin zu arbeiten, ist bei Christiane Weis-Fersterra über einen längeren Zeitraum gereift. Als Arbeitsstelle ist der Theologin und examinierten Krankenschwester das Krankenhaus nicht unbekannt. Bereits als Schülerin arbeitete sie während der Ferien in einem Stuttgarter Krankenhaus. Nach dem Abitur bekam sie einen Ausbildungsplatz an den Universitätskliniken in Tübingen und wurde zur Krankenschwester ausgebildet. Eineinhalb Jahre war sie nach dem Krankenpflegeexamen auf einer hämatologischen Station in der Medizinischen Klinik Tübingen tätig. Die Arbeit im Krankenhaus brachte sie mit existenziellen Glaubensfragen in Berührung. Ab 1981 studierte sie Theologie, zunächst in Tübingen, dann in Göttingen und Heidelberg. Sie lernte in Vorlesungen die Grundlagen der klinischen Seelsorgebewegung kennen. Ihre theologischen Examina legte sie in der ev. Landeskirche Baden ab. 1991 wurde sie in den Hilfsdienst der Evangelischen Kirche von Westfalen übernommen und mit einer Vakanzvertretung in der Kirchengemeinde Niederschelden beauftragt. 1992 erfolgte ihre Ordination, 1994 die Wahl zur Pfarrerin der Ev.-ref. Kirchengemeinde Niederschelden, in der sie mit ihrem Ehemann Rolf Fersterra eine volle Pfarrstelle versorgte.
kp

Text zum Bild: (Fotos Karlfried Petri)

In einem Gottesdienst am Sonntagnachmittag wurde die Krankenhausseelsorgerin Christiane Weis-Fersterra in der Kapelle des Diakonie-Klinikums Jung-Stilling von Synodalassessor Hans-Werner Schmidt in ihr neues Amt eingeführt.
Im Bild von rechts: Pfarrer Johannes Hastert, Synodalassessor Hans-Werner Schmidt, Pfarrerin Christiane Weis-Fersterra und Seelsorger Hartmut Uebach.


Hubert Becher, Geschäftsführer des Diakonie-Klinikums Jung-Stilling, begrüßte die neue Krankenhausseelsorgerin im Kreis von Mitarbeitenden und Gästen herzlich.


Christiane Weis-Fersterra hält ihre letzte Predigt in der evangelischen Kirche Niederschelden als Gemeindepfarrerin.


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