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Ev. Kirchenkreis Siegen - Nachrichten

Kein „Kirchlicher Monteur für Gemeindetuning“, sondern Begleiter und PerspektivberaterPfarrer Jürgen Dusza, zuständig im Kirchenkreis Siegen für Gemeindeentwicklung und Personalberatung, in sein neues Amt eingeführt
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05.11.2003 15:58
Einen Fachmann für Gemeindeentwicklung hat der Kirchenkreis Siegen auf die 10. kreiskirchliche Pfarrstelle berufen. Pfarrer Jürgen Dusza wurde jetzt von Superintendent Friedemann Hillnhütter in sein neues Amt eingeführt.Damit, so Hillnhütter, werde im Kirchenkreis Siegen das Projekt „gemeinsam unterwegs“, dessen erste Phase mit dem ersten Kirchenkreisfest im Juni 2001 endete, fortgesetzt. Ein zehnköpfiger Ausschuss begleite die Arbeit. Dabei gehe es nun im Wesentlichen um eine kontinuierliche Form der Mitarbeiterbegleitung, der Ermutigung und der Fortbildung. Im Kirchenkreis Siegen ist Pfarrer Dusza zuständig für Gemeindeentwicklung und Personalberatung. Insbesondere die Förderung der über 5000 Ehrenamtlichen in den Kirchengemeinden fällt in seinen Zuständigkeitsbereich. In seiner spritzigen und humorvollen Einführungspredigt über den Satz aus dem zweiten Timotheusbrief: „Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit“, machte Dusza deutlich, dass keine Entwicklung und kein Wachstum der Gemeinden an den Herzen der Menschen vorbei möglich sei. Für sein Auto gebe es eine umfangreiche Betriebsanleitung. Da werde der Ölstand, der Reifendruck und vieles mehr geregelt. Solche „Patentrezepte“ gebe es für die Gemeindeentwicklung nicht. Orientierungspunkte, die uns die Bibel vermittelt, allerdings schon. Sie bezögen sich jedoch nicht auf technische Methoden, sondern auf Überzeugungen, Einstellungen und – tiefer gehend- auf Gottes Liebesgeschichte mit den Menschen.Kein kirchlicher Monteur für Gemeindetuning wolle er sein, der immer schon genau wisse, wo es lang ginge, sondern ein Begleiter, der zusammen mit anderen nach Zukunftsperspektiven frage. Dabei könnten Erfahrungen mit Projekten, Praxismodellen und Gemeindeprozessen, die woanders gemacht wurden, eine wichtige Hilfe sein. Deutlich wurde bei der Einführung, dass es schon etwas Besonderes innerhalb der westfälischen Landeskirche ist, dass sich ein Kirchenkreis bei rückläufigen Einnahmen eine solche Stelle einrichtet. Dusza wünscht sich für seinen Dienst, gemeinsam mit den Mitarbeitenden Chancen und Zukunftsperspektiven für die Gemeindearbeit zu entdecken und den Fragen nachzugehen: Wie können wir uns gegenseitig mit unseren Kräften und Möglichkeiten unterstützen? Wie sieht Gottes Weg für uns aus?Den musikalischen Rahmen des Gottesdienstes gestalteten die Blechbläserformation „pian e forte“, die Gesangseinlagen von Duszas Tochter Miriam, begleitet von Pfarrer Dr. Peter Böhlemann am E-Piano, sowie der Organist Christoph Langenbach. Jürgen Duza, 1947 geboren, wuchs im Ruhrgebiet auf. Nach Studium und Vikariat war er 17 Jahre Gemeindepfarrer in Bergkamen, danach sechs Jahre im „Amt für Missionarische Dienste“ der Evangelischen Kirche von Westfalen zuständig für Gemeindeaufbau und Förderung von Mitarbeitenden, besonders von Ehrenamtlichen. Ab 1999 war Dusza Gemeindepfarrer in der Kirchengemeinde Dellwig im Kirchenkreis Unna mit den Aufgabenschwerpunkten Perspektiventwicklung und Gottesdienst. Die Kirchengemeinde Dellwig ließ ihren Pfarrer nur schweren Herzens ziehen. Hatte er doch innerhalb von fünf Jahren im Pfarrbezirk Billmerich zu einer erheblichen Belebung des Gottesdienstes und der Gemeindearbeit beigetragen. kpText zum Bild: (Foto Karlfried Petri)Pfarrer Jürgen Dusza (links) im Gespräch mit Gottesdienstbesuchern nach seiner Einführung.

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