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Ev. Kirchenkreis Siegen - Nachrichten

Kinderwelt ist BewegungsweltGemeinsam Leben – Gemeinsam bewegen
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19.11.2003 13:40
Hüpfen, springen, laufen, spielen, malen – Bewegungsabläufe, die die Erziehenden in Kindertageseinrichtungen jeden Tag zuhauf bei ihren anbefohlenen Kindern beobachten. Kinder sind immer in Bewegung. Wie aber sehen Bewegungsabläufe in unterschiedlichen Entwicklungsphasen aus? Woran lässt sich erkennen, ob Kinder in ihrer Entwicklung zurückbleiben oder gar Behinderungen zutage treten, die behandlungsbedürftig sind? Wie kann das Bewegungsverhalten behinderter und nicht behinderter Kinder gefördert werden? Fragestellungen, die im Erziehungsalltag der Einrichtungen eine wichtige Rolle spielen. Anlass genug, um sich im ‚Europäischen Jahr der Menschen mit Behinderungen’ der Thematik anzunehmen. Insbesondere, da etliche Einrichtungen integrativ, also in gemischten Gruppen mit behinderten und nicht behinderten Kindern arbeiten. Um das Wissen um Bewegungsabläufe bei Kindern zu vertiefen und Hilfestellungen zur möglichst objektiven Beobachtung zu vermitteln, hatte der Evangelische Fachverband der Tageseinrichtungen für Kinder in den Diakonischen Werken Westfalen und Lippe sowie das Referat der Tageseinrichtungen für Kinder in den Kirchenkreisen Siegen und Wittgenstein kürzlich alle Mitarbeitenden von Tageseinrichtungen im Kreis Siegen-Wittgenstein sowie die Schülerinnen und Schüler der am Berufskolleg Allgemeingewerbe-Hauswirtschaft-Sozialpädagogik (AHS) des Kreises Siegen-Wittgenstein sowie die Pädagogen der Fachschule zu einer Fortbildungsveranstaltung in die Bismarckhalle eingeladen. Theorie und PraxisDer Referent, Dr. Klaus Balster, Dipl. Pädagoge, Sportlehrer, Lehramt für Sonderpädagogik und Psychologischer Berater, mit dem Haupttätigkeitsbereich psychologisch-pädagogische Diagnostik mit dem Schwerpunkt der sensomotorischen Diagnostik konnte anhand von vielen Beispielen und praktischen Hilfen zum Beobachten, Einschätzen, Erklären und Fördern des kindlichen Bewegungsverhaltens die Erzieherinnen und Erzieher neu für eine genaue Beobachtung der Kinder sensibilisieren und schulen.Damit die über 200 Teilnehmenden nicht nur die Theorie erfahren, wurden die Vortragsblöcke kurz gehalten und immer wieder durch ausgiebige Übungsteile unterbrochen. So lernten sie Bereiche des Schulsfähigkeitsprofils durch unterstützende Spiele zu füllen. Durch das Schulfähigkeitsprofil des Bildungsministeriums NRW soll ein Jahr vor der Einschulung festgestellt werden, welchen Förderbedarf Kinder haben. Dazu wird beispielsweise beobachtet, welche Fähigkeiten und Fertigkeiten Kinder benötigen, um Lesen und Schreiben lernen zu können. Praktische Übungen zur Merkfähigkeit oder Orientierung im Raum sowie genaues Hören unterstützten Balsters Vortag. Fazit des Referenten: Kinder brauchen Eltern, Erzieher und Lehrer, die sich mit Herz, Hand und Verstand für sie einsetzen.kpText zum Bild: (Foto Karlfried Petri)Praxisorientiert vermittelte die Fachtagung in der Siegener Bismarckhalle Hilfen zur Beurteilung kindlichen Bewegungsverhaltens.Im Bild: (von links) Hansjoachim Maier vom Evangelischen Fachverband der Tageseinrichtungen für Kinder in den Diakonischen Werken Westfalen und Lippe, Cornelia Gerbershagen vom Referat der Tageseinrichtungen für Kinder in den Kirchenkreisen Siegen und Wittgenstein sowie der Fachreferent Dr. Klaus Balster.

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