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Ev. Kirchenkreis Siegen - Nachrichten

Kreissynode Siegen
Olper Beschlüsse revidiert
Haushalt verabschiedet
Blumenstrauß für Dorothee Pfrommer

Rolf Marxmeier brachte den Haushalt ein
28.11.2013 15:44

Finanzausschussvorsitzender Rolf Marxmeier rät dringend eine solide Haushaltswirtschaft bei den Gemeinden an. Sparbemühungen dürfen nicht nachlassen.


„Olper Beschlüsse“ revidiert

Beratungsstelle und Erwachsenenbildung gestärkt

Die Olper Synode 2005 wurde auf der Kreissynode mehrmals zitiert. Brachte sie doch die erheblichen Einschnitte mit sich, die unter anderem die Bezuschussung der Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstelle (EFL) auf 26.000 Euro reduzierte und auch die Familien- und Erwachsenenbildung aus dem kreiskirchlichen Angebotsportfolio nahm. Damals handelte der Kirchenkreis unter dem düsteren Bild der kurzfristig erwarteten drastischen Finanzeinbrüche. Diese blieben in der erwarteten Heftigkeit jedoch aus. Grund, jetzt über eine teilweise Revidierung der damaligen Beschlüsse nachzudenken. Superintendent Stuberg betonte in seinem Bericht die Bedeutung der Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstelle für die Menschen in der Region und die gesellschaftliche Anerkennung der Beratungsarbeit. Er halte es für sehr beeindruckend, wie in den vergangenen Jahren diese Arbeit durch Spenden und durch die Stiftung unterstützt werde. Viele Menschen setzten sich für die Beratungsstelle ein. Er regt an, dass der Kirchenkreis ein Signal geben solle, seinen Trägeranteil maßvoll anzupassen, um die Finanzlücke zu schließen, die nach allen Refinanzierungen noch bleibe. Die EFL habe durch Stellenreduzierungen schon etliches eingespart. Die Beschlussvorlage erläuterte Synodalassessor Rolf Fersterra. Er berichtete von seinen Beratungserfahrungen als Pfarrer, wo er an seine Grenzen stoße. Pfarrer seien keine ausgebildeten Therapeuten.

Mit großer Mehrheit wertete die Kreissynode Siegen den Dienst der EFL als unverzichtbaren Bestandteil des kirchlichen Dienstes an beratungsbedürftige Menschen. Sie dankte allen Unterstützern und Stiftern sowie dem Stiftungsrat für das erfolgreiche Mitfinanzieren der Arbeit. Der Finanzierungsanteil des Kirchenkreises wurde von jährlich 26.000 Euro auf 86.000 Euro angehoben.

Auch die künftige Bedeutung der Erwachsenenbildung wurde von der Synode erkannt und gestärkt. Eine Personalstelle soll hierfür im Kirchenkreis eingerichtet werden. Doris Thieme, Mitglied im Kreissynodalausschuss, erläuterte die Beschlussvorlage. Nach der Olper Synode waren Verträge mit dem Diakonischen Werk geschlossen worden, um diesen Arbeitszweig aufrecht zu erhalten. Diese Verträge sollen nicht verlängert werden. Für die Kirchengemeinden hat die Erwachsenenbildung eine zunehmende Bedeutung. In seinem Bericht machte der Superintendent deutlich, es zeichne sich schon jetzt ab, dass die kirchliche Arbeit in Zukunft von mehr Ehrenamtlichen und weniger Hauptamtlichen getragen werde. Die Ehrenamtlichen müssten von Hauptamtlichen motiviert, gestärkt und qualifiziert werden. Er erinnert an das von „Gemeinsam unterwegs“ eingerichtete Presbyterforum. Durch den Wegfall der Unterstützung von haus nordhelle sind Mittel freigeworden, die den Kirchenkreis in die Lage versetzen, die Erwachsenenbildung wieder neu aufzugreifen.

kp


 

Haushalt 2014 beschlossen

Trotz sprudelnder Kirchensteuereinnahmen durch die gute Konjunktur bleibt die Evangelische Kirche von Westfalen weiter auf Sparkurs, weil die Zukunft wegen zurück gehender Mitglieder große Herausforderungen mit sich bringt. Finanzausschussvorsitzender Rolf Marxmeier stellte den Haushalt des Kirchenkreises Siegen und seiner Einrichtungen für 2014 vor. Dabei nutzte er die Gelegenheit, für einige Anmerkungen grundsätzlicher Art zur Kirchensteuer. Die Kirchensteuer sei eigentlich keine Steuer, sondern von ihrer Art her ein Mitgliedsbeitrag. Etwa ein Drittel der Evangelischen seien lohn- oder einkommenssteuerpflichtig und zahlten Kirchensteuer.

Für 2014 werden auf der Einnahmeseite an Kirchensteuerzuweisungen ca. 11,061 Mio. Euro erwartet, ein Plus von 5 %. Dennoch heißt es: Vorsorge treffen. Marxmeier: „Die Verantwortlichen in den Kirchengemeinden, im Kirchenkreis und der Verwaltung haben die Aufgabe, dafür zu sorgen, dass heutige Verpflichtungen nicht zu Lasten nachfolgender Generationen in die Zukunft verschoben werden. Es ist jedoch leider seit längerem zu erkennen, dass es einzelne Kirchengemeinden in unserem Kirchenkreis gibt, die sich nicht auf den Weg gemacht haben, ihre Struktur ihrer Finanzkraft anzupassen.“ Jedes Jahr wird es für solche Gemeinden schwerer, einen ausgeglichenen Haushalt zu erstellen. Die Gemeinden sind gesetzlich verpflichtet, Rücklagen zu bilden. Zudem empfiehlt der Kreissynodalvorstand allen Gemeinden, eine Strukturanalyse zur Gebäude- und Gemeindesituation durchführen zu lassen. Eine freie Architektin steht hierfür zur Verfügung. Der Kirchenkreis übernimmt 70 % der Kosten. Etwa 13 Kirchengemeinden erfüllen die vom Finanzausschussvorsitzenden darstellten Kriterien einer soliden Haushaltsführung nicht. Hier sieht er dringenden Handlungsbedarf geboten.

Die Synode beschloss den kreiskirchlichen Haushalt mit rd. 14,4 Mio. Euro. Und auch die Haushalte der Synodalkasse, des Evangelischen Gymnasiums, des Kreiskirchenamtes, der Kinder- und Jugendstiftung sowie der Ev. Kindertageseinrichtungen in der Trägerschaft des Ev. Kirchenkreises Siegen (EKiKS) wurden beschlossen.

kp
 


 

Mit einem Blumenstrauß und guten Wünschen für ihren weiteren Lebensweg verabschiedete Superintendent Peter-Thomas Stuberg die Leitende Sekretärin des CVJM-Kreisverbandes Siegerland Dorothee Pfrommer (im Bild links). Sie verlässt das Siegerland nach sechs Jahren und sucht nach Abschluss ihres Studiums neue berufliche Herausforderungen.


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