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Ev. Kirchenkreis Siegen - Nachrichten

Kirchenkreis klagt Toskana-Million sollen per Gericht zurückgefordert werden
19.03.2004 10:53
Nicht auf der Tagesordnung und für die Synodalen überraschend überbrachte Prof. Dr. Dr. Wolfgang Kirberger wenn auch keine angenehmen, so doch klare Nachrichten zum Verbleib der Toscana-Millionen. Erhält sie nun der Kirchenkreis wieder oder nicht? Fakt scheint nun zu sein, dass die noch ausstehenden 1,1 Mio € der durch den ehemaligen Verwaltungsleiter Bohle veruntreuten Gelder nicht über den Weg einer außergerichtlichen Einigung zurück zu erlangen sind. Daher wird Kirberger nun den gerichtlichen Weg beschreiten. Es sollen sowohl Ansprüche geltend gemacht werden gegen die Schweizer Familie Schleininger, die das Geld zu Unrecht erhalten haben und es in ihre Ferienanlage in der Toskana investierten. Kein einfaches Unterfangen, da internationales Recht zur Anwendung kommt. Aber auch gegen die Evang. KD-Bank in Münster, ehemals Evangelische Kreditgenossenschaft, wird gerichtlich vorgegangen, da sie die Auszahlung der insgesamt 3, 5 Mio. DM vorgenommen hat, obwohl ihr keine rechtsgültige Auszahlungsanweisung vorlag. Eine Vielzahl von Telefonaten und Schriftwechsel sei bislang erfolgt. Zum Jahresende habe Hoffnung bestanden, sich außergerichtlich zu einigen. Kirberger: „Die Familie Schleininger stand dazu, das Geld unberechtigt empfangen zu haben. Sie habe eingesehen, es zurückzahlen zu müssen, die Modalitäten hätten noch ausgehandelt werden müssen.“ Dann sind Schadensersatzvorhaltungen seitens der Familie auch gegen den Kirchenkreis Siegen erhoben worden mit der Begründung, dass Bohle aus einem Beschäftigungsverhältnis beim Kirchenkreis Siegen gehandelt habe. Am 29. Januar hat ein Treffen mit der Familie Schleiniger und deren Rechtsvertreter, dem Verwaltungsleiter Menzel des Kreiskirchenamtes Siegen/Wittgenstein und Kirberger in Basel stattgefunden. Schleininger hat dort eine Rechnung aufgemacht, wonach ihm durch das Verhalten Bohles ein erheblicher Schaden entstanden sei, der auch dem Kirchenkreis zugerechnet werde. Kirberger: „Am 18. Februar ist ein Schreiben eingegangen mit dem Inhalt, da hohe Gegenansprüche seitens der Familie Schleininger gegenüber dem Kirchenkreis bestünden, seien sie lediglich bereit, eine Summe von 150.000 € in zwei Raten zu zahlen.“ Dies sei jedoch nicht diskussionsfähig. Es sei erkennbar, dass Schleininger keine außergerichtliche Regelung wolle. Daher werde nun die Klageschrift erstellt und der Rechtsweg beschritten. kp

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